Wettergefahren

Hagel und Wirbelsturm

Hagel ist ein häufiger Begleiter sommerlicher Starkgewitter. Dabei richtet der Hagel um so mehr Schäden an, je größer die Hagelkörner sind. Neben Sachschäden sowie Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen können Hagelkörner auch bei Menschen erhebliche Verletzungen hervorrufen.

Vermeiden Sie deshalb bei Hagel jeden Aufenthalt im Freien. Stellen Sie Fahrzeuge unter (in Garagen, unter Brücken u.ä.). Schäden am Fahrzeug lassen sich dadurch verringern, dass Sie es im Freien mit einer Decke oder Plane abdecken (diese muss natürlich ordentlich gegen Wegfliegen gesichert sein). Sind Sie bei Hagel mit dem Auto unterwegs und können dieses nicht vorübergehend unterstellen, richten Sie sich auf jeden Fall auf winterliche Straßenverhältnisse ein (auch im Sommer!), da die Hagelkörner je nach Größe einige Zeit zum Wegtauen benötigen. Verringern Sie die Geschwindigkeit und vergrößern Sie den Abstand zum Vorausfahrenden. Schalten Sie das Licht ein!

Wirbelstürme sind manchmal eine Folge schwerer Gewitter. Bei ihnen treten zusätzliche Gefahren durch Trümmer und Schmutzteile, die bei dem heftig rotierenden Wirbel eines Wirbelsturm auftreten können. Im Schnitt kommt es jährlich zu zehn Wirbelstürmen im Bundesgebiet, die meist jedoch über unbewohntem Gebiet stattfinden. Bei Wirbelsturm besteht die Gefahr von ”Geschossen” sowie durch schnell rotierende Luftmassen mit hoher Sogwirkung. Die durchschnittliche Fortbewegungsgeschwindigkeit eines Wirbelsturms kann zwischen 40 und 100 km/Stunde betragen, die rotierenden Winde erreichen allerdings Geschwindigkeiten von mehreren Hundert Km/Stunde.

Bei Hagel und Wirbelsturm sollten Sie zusätzlich beachten:
  • Schließen Sie zusätzlich zu Türen und Fenstern die Rollläden oder Fensterläden, halten Sie sich von Öffnungen fern, die nicht auf diese Art zusätzlich geschützt werden können, wie z.B. Dachluken.
  • Suchen Sie bei einem Wirbelsturm möglichst einen tief liegenden Raum, z.B. Keller oder einen innenliegenden Raum Ihres Wohnbereiches auf, Kraftfahrzeug, Wohnwagen und leichte Gebäude wie Holzbauten bieten möglicherweise keinen ausreichenden Schutz.
  • Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie Hallen o.ä.
  • Bleiben Sie nicht im Freien, suchen Sie, wenn irgend möglich, ein festes Gebäude auf, werden Sie im Freien überrascht und können kein Gebäude mehr aufsuchen, so suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben auf, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen.